Sommerfest bei schönstem Frühsommerwetter

Ortsverein


v.l. Jörg Hübner, Hans Geyer, Horst Deimling

Bei schönstem Frühsommerwetter feierte der SPD Ortsverein sein alljährliches Sommerfest in Höchstenbach. Eingeladen waren nicht nur die Mitglieder des Ortsvereins.
Der Ortsverein setzt auf Vernetzung der Parteistrukturen um Ideen und Kreativität der einzelnen OV´s in Zukunft gebündelt zu nutzen. So waren neben den benachbarten Ortsvereinen im Gemeindeverband auch die Mitglieder des OV Herschbach/UWW aus der Nachbar- VG eingeladen.

Das Fest bot auch einen Rahmen , um die langjährigen Mitglieder der Sozial-demokratischen Partei zu ehren.
Geehrt wurden Horst Deimling für seine 40- jährige Mitgliedschaft, Hans Geyer für 35 Jahre, Uwe Altgeld und Ilse Gross für 30 Jahre sowie Friedhelm Simon für 25 Jahre Mitgliedschaft. Zuvor wurde Erich Winkelbach für 55 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
In seiner Laudatio schlug der Vorsitzende Jörg Hübner einen geschichtlichen Bogen über die vergangenen 40 Jahre. Dabei rief er die versammelten SPD- Mitglieder auf, an den Idealen der sozialdemokratischen Werte festzuhalten und den neoliberalen Strömungen Widerstand entgegenzusetzen.

Die Rede im Wortlaut

Liebe Genossinnen und Genossen, verehrte Jubilare,
Seit vielen Jahren seit ihr Mitglieder in der sozialdemokratischen Partei Deutschlands.
In diesen Jahren habt ihr als Mitglieder viele Höhen und Tiefen der Sozialdemokratie erlebt. Angefangen hat ein Tei von Euch in der Ära Brandt, die einen Neuaufbruch der Gesellschaft in Deutschland hervorbrachte. Da stand zum einen die erste sozialdemokratische Regierung in der damaligen Bundesrepublik, vor allem aber die Aussöhnung mit dem Osten Europas.
Willy Brandt wurde dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und legte mit seiner Politik den Grundstein für die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes und der Freiheit Europas.
Ein weiterer Teil ist während der Kanzlerschaft Helmut Schmidts beigetreten, der bis heute als der beliebteste und durchsetzungsstärkste Kanzler gilt.
Seine Regierungszeit war geprägt vom Kampf der Bundesrepublik gegen den Terror von links und der der Bündnistreue zum nordatlantischen Vertrag. Helmut Schmidt war mehrfach in den schwierigen Situationen unseres Landes als Krisenmanager zur rechten Zeit am rechten Ort.
Er machte uns Deutschen bewusst, dass eine demokratische Regierung durch nichts und niemanden erpressbar sein darf.
Ohne diese beiden sozialdemokratischen Kanzler wäre ein deutsche Einheit in Frieden und Freiheit kaum vorstellbar gewesen.
Dann folgten die wohl schlimmsten 16 Jahre, nicht nur für uns Sozialdemokraten, sondern für das ganze Land.
Einziger Lichtblick in der Zeit des Aussitzens und des Aufbaus einer Ellenbogengesellschaft war die Vollendung der deutschen Einheit. Aber auch in dieser Zeit kamen Menschen, die dem Zeitgeist der Ära Kohl nicht folgen wollten zur SPD.
Es wurde zuviel auf Pump in die neuen Länder gesteckt, vieles unnötig. Im Westen bleib vieles liegen und in der neuen Bundesrepublik wuchsen die Probleme, gerade im sozialen Bereich ins schier unermessliche.
Das Wort Reformstau beherrschte unter der schwarz- gelben Regierung die Tagespolitik.
Als die Zeit des Saumagen- Feudalismus durch Gerhardt Schröder beendet wurde, kam auf die neue, rot- grüne Regierung sehr viel Arbeit zu.
Die Agenda 2010 zeigte hier Wege aus der Krise auf und Hartz IV brachte die vorläufige Entlastung im Bereich der kollabierenden Sozialhilfe.
Ausgerechnet diese Regeierung musste den ersten Kriegseinsatz der jetzt souveränen Bundesrepublik gegen Serbien beschließen. Die Anschläge vom 11.September2001 forderten weitere Truppen im Rahmen des nordatlantischen Bündnisses, diesmal an den Hindukusch.
Zum ersten Mal seit dem 08. Mai 1945 fielen wieder deutsche Soldaten in einem Krieg. Bis heute sind es 39 Gefallene.
Die Neuwahlen von 2005 bescherten uns letztmals ein Ergebnis auf Augenhöhe mit der Union.
Die Partei sackte in der großen Koalition unter Kanzlerin Merkel immer weiter ab.
Abgestraft von einer Gesellschaft, in der von den konservativ- liberalen Kräften der Neid und die Angst vor dem sozialen Abstieg immer weiter geschürt wird,
zu Recht abgestraft von den Menschen, die sich von der SPD im Stich gelassen fühlten und
ehemaligen Sozialdemokraten, die unter den Nachwirkungen der Regierung Kohl zu leiden hatten und von Schröder enttäuscht waren. Sie erhofften sich eine geradezu messianische Heilung all ihrer Probleme durch die Demagogie eines Lafontaines, die aber so nie eintreten wird. Ein Mensch, der, wenn es nicht nach seinem Willen läuft, alles hinwirft, anstatt Grundslagen für Veränderungen zu schaffen, zu allem NEIN sagt, was nicht nach seinen Vorstellungen entspricht, der späte Rache sucht, ist alles, nur kein Heilsbringer.
Mittlerweile hat man aber überall in der Gesellschaft eingesehen, dass die Arbeit im Kabinett Merkel von den sozialdemokratischen Ministern geleistet wurde.
Heute präsentiert sich diese Bundesregierung wie ein riesiger Tanker, der mitten in der Nacht bei schwerer See unterwegs ist.
Die Bordelektronik ist ausgefallen, die Batterien sind leer, die Generatoren arbeiten nicht mehr und sogar die Positionslampen sind ausgefallen. Die Kapitänin steht mit einem Rechenschieber und einem Kompass aus dem Kaugummiautomaten auf der Brücke und versucht, das Schiff in den nächsten Hafen zu bringen, während die Crew darüber streitet, welchen Kurs man einschlagen soll.
In den vergangenen Jahren gab es für uns hier aber auch klare Lichtblicke.

In Rheinland- Pfalz wird seit 17 Jahren erfolgreich sozialdemokratische Regierungsarbeit gemacht.
Sie ist nicht perfekt, aber sie hat unser Land, einer früher unter konservativer Leitung landwirtschaftlichen, verschlafenen Provinz, in die Spitze der Bundesländer gebracht. Zum Wohle der Menschen und vor allem der Familien mit Kindern.
Das ist ein Vorteil, der vielen Genossen draußen fehlt.
Wir können auf das Erreichte stolz sein, dürfen aber nicht vergessen, weiter an uns zu arbeiten, uns den Gegebenheiten der Moderne zu stellen.
In dieser neuen globalisierten Welt, schießen gefährliche Strömungen wie der Terrorismus und die Finanzkrise so schnell dahin, dass unsere Bemühungen, sie einzudämmen, bislang nicht mithalten können.
Nur durch Mitglieder, die an die sozialen und demokratischen Errungenschaften glauben und den Mandatsträgern Rückhalt geben, ist eine gerechte Gesellschaft möglich.
Brandt, Schmidt und Schröder hätte es als Kanzler ohne uns Mitglieder nie gegeben und die Geschichte hätte einen ganz anderen Verlauf genommen.
Natürlich hat die SPD einen langen Weg vor sich, um zu alter Stärke zurückzufinden.
Ergebnisse, wie in NRW können nur ermutigend sein, denn auch da wurden wieder Stimmen verloren.
Mensche zuzuhören, aktiv für sie da zu sein, Diskussionsbereitschaft, Mut zur Veränderung und die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und zu korrigieren sind Charaktereigenschaften, die unsere Partei prägen. WIR sind die treibende Kraft in Deutschland, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht.
Die einen leben im sozialistischen Wolken- Kuckucksheim, fordern Reichtum für alle und wollen gleichzeitig Reichtum besteuern. Das entlarvt sich selbst als Dilettantismus.
Die anderen predigen christliche Werte und praktizieren einen Neoliberalismus, der die Menschen in die Leibeigenschaft des Kapitals führt.
Konservativ sein bedeutet, Altes und Traditionen zu bewahren. Es bedeutet aber auch, keine Veränderungen zuzulassen. Und wenn wir keine Veränderungen zulassen, dann ignorieren wir die Herausforderungen, die hier und heute an uns gestellt werden. Die Herausforderungen sind ernst und sie sind zahlreich.
Kein Bürger darf diese Gesamtdarstellung ernsthaft anzweifeln, schließlich können wir alle in diesem Land, im täglichen Leben, die Schwierigkeiten hautnah erleben.
Aber die Probleme, die wir haben sind alle lösbar- auch wenn es eine Weile dauert.
Es gibt Menschen, die wollen uns weismachen, die Lösung all dieser Probleme liege im Abbau von Sozialleistung, in der Erhöhung von Steuern und Abgaben, aber bitte nur für die mittleren und kleinen Einkommen.
Wie allerdings macht man einem Land Hoffnung, das die wohl größten Selbstzweifel seit Jahrzehnten erlebt, wenn man nur auf sogenannte “Alternativlose Sachzwänge” pocht und so keinen Spielraum für neue Ideen zulässt und Kreativität unterdrückt?
Unterstützt wird das ganze noch vom schlechten Image unserer Politiker.
Jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir Sozialdemokraten unsere Absicht erneuern müssen, die Gesellschaft wieder zusammen zu bringen und das WIR- Gefühl zu stärken…

Jetzt ist der Moment gekommen,
an dem wir die soziale Marktwirtschaft verteidigen müssen,
sie den Klauen des neoliberalen Turbokapitalismus entreißen um die Errungenschaften und den Wohlstand gerechter unter den Menschen zu verteilen.

Für heute bleibt nur noch zu sagen: Wenn die CDU sich als Westerwald- Partei sieht, dann lasst sie…

Liebe Genossinnen und Genossen, viel wichtiger ist, dass WIR die Partei sind, die für die Menschen auf dem Westerwald da ist.
Wir können die Welt nicht von heute auf morgen zu einem besseren Platz machen, aber wir arbeiten daran, dass sie jeden Tag ein Stück sozialer und gerechter wird.
Das schaffen wir nur gemeinsam, mit euch allen zusammen..

 

Homepage SPD Wahlrod

 

Zitate

Wir wussten: Die Mauer im Rathaus bestand zu einem Drittel aus Sand, einem zu Drittel aus Zement und zu einem Drittel aus Mikrofonen.
[Unbekannter Autor über die DDR]

 

Gute Arbeit

Gute Arbeit
 

WebsoziCMS 2,8.9 - 401796 -

 

Termine

Alle Termine öffnen.

08.09.2010, 13:00 Uhr - 14:00 Uhr Mittagessen mit Alterskameraden Feuerwehren der VG Bad Marienberg anlässlich deren Besuch im Landtag

11.09.2010, 12:00 Uhr - 11.09.2010 Symbolische Eröffnung Kreisverkehr L 293/294

17.09.2010, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr 3. Clusterkonferenz des Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff

Alle Termine

 

"Freiheit - Verantwortung - Gemeinsinn."

Beeindruckende Rede Joachim Gaucks

 

Twitter-Nachrichten

 

News Ticker

01.09.2010 19:28 Sparpläne gefährden soziale Balance
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Sparpakets die Halbierung der Städtebauförderung von rund 600 auf 300 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Eine Kürzung um 50% - das ist das Aus für viele Sanierungsvorhaben und Quartiersmanagements.

25.08.2010 18:40 Koalition reagiert endlich auf Datenschutzskandale
Nach dem Gesetzentwurf der Koalition wären die heimlichen Überwachungspraktiken, die Lidl, die Deutsche Bahn oder Burger King letztes Jahr für ihre Beschäftigen verwendet haben, erfreulicherweise nicht mehr erlaubt, dafür können Beschäftigte jetzt um so intensiver offen und permanent überwacht werden.

19.08.2010 17:00 Röslers Gesundheitspolitik ist sozial ungerecht und verantwortungslos
Mit dem Säumniszuschlag von bis zu 225 Euro pflückt die schwarz-gelbe Bundesregierung auch das letzte soziale Feigenblatt von den Zusatzbeiträgen.

Ein Service von websozis.info

 

Banner Hendrik Hering

 

Banner_Harald_Schweitzer

 

Banner Sabine Bätzing

 

width

 

Initiative Flughafen-Willy-Brandt