Aus der "Westerwälder Zeitung": Bad Marienberg investiert in Radwege

Veröffentlicht am 21.10.2013 in Landespolitik

Land Rheinland-Pfalz bezuschusst lange geplantes Bauvorhaben mit insgesamt 316 000 Euro

M Bad Marienberg. Mehr als zehn Jahre hat der Bad Marienberger Bürgermeister Jürgen Schmidt mit der zuständigen Immobilienabteilung der Deutschen Bahn über den Erwerb der ehemalig

en Bahntrasse und angrenzender Böschungsflächen zwischen dem Zinhainer Weg in Bad Marienberg

 bis zur Erbacher Brücke verhandelt. Nun gab es grünes Licht für die Entstehung eines neuen Spazier- und Radweges, der bereits im Sommer 2014 genutzt werden soll.

 

2011 war es zur Einigung gekommen und die Verbandsgemeinde hatte 5,7 Hektar Flächen für rund 50 000 Euro von der Bahn erworben. Als die zuständigen Gremien der Verbandsgemeinde anschließend grünes Licht für die Bauintention gaben, nahmen das Bauamt der Verbandsgemeinde sowie Mitarbeiter Hans-Walter Daub die nötigen Planungen und Ermittlungen in Angriff. Da die Bahnschienen in den ungenutzten gut 30 Jahren in erheblichem Maße zugewachsen waren, nahm ein heimisches Fachunternehmen die erforderlichen Rodungsarbeiten vor, was für die gesamte Länge von fast drei Kilometern Kosten in Höhe von 37 000 Euro verursachte.

Im Februar stellte die Verbandsgemeinde einen entsprechenden Zuschussantrag für ihr großes Bauvorhaben mit einem reinen Bauvolumen von 491 000 Euro an das Land Rheinland-Pfalz. SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag, Hendrik Hering, informierte dann Ende September den höchst erfreuten Bürgermeister Jürgen Schmidt über die Bewilligung in Höhe von 315 900 Euro durch Infrastrukturminister Roger Lewentz. Der Radweg auf der einstigen Bahntrasse stellt die Verbindung für den ausgeschilderten Nister-Radweg zwischen der Fuchskaute und der Sieg dar, durch die ein familienfreundliches und Tourismus förderndes Aktiv- und Freizeitangebot mit optimalen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen wird. Der neue Radweg führt über eine Länge von fünf Kilometern von der Fußgängerbrücke am alten Bahnhofsgebäude durch die Carl-Goerdeler-Allee zum Zinhainer Weg und dort auf die stillgelegte Bahntrasse. Auf einer Länge von 2,8 Kilometern wird der Weg hier in einer Breite von 2,50 Metern und 50 Zentimetern Bankett bituminös ausgebaut. Von der Erbacher Brücke führt er weiter über einen bestehenden Waldweg in wassergebundener Bauweise über 600 Meter bis in die Ortsgemeinde Nistertal und von dort aus in Richtung Hachenburg. In der Gegenrichtung wird durch das Vorhaben der Bahntrassen-Radweg von Bad Marienberg über Großseifen nach Fehl-Ritzhausen und Rennerod angebunden und somit in das großräumige Radwegenetz integriert.

Darüber hinaus realisiert die Verbandsgemeinde im kommenden Jahr weitere sieben Radwege mit neuer, zeitgemäßer Beschilderung und Anbindung an bestehende Netze für rund 40 000 Euro. In Kürze wird die Verbandsgemeindeverwaltung die erforderlichen Ausschreibungen für den Bau des neuen Radweges vornehmen und noch in der letzten Ratssitzung vor Weihnachten den Bauauftrag erteilen, um im zeitigen Frühjahr mit den umfangreichen Arbeiten beginnen zu können.

 

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