Aus der "Westerwälder Zeitung": Machalet will Fachkräfte für Region sichern

Veröffentlicht am 30.04.2015 in Aktuell

Landtagswahl: SPD im Wahlkreis Montabaur setzt auf amtierende Abgeordnete – Ersatzbewerber ist Sebastian Stendebach

Die Delegierten der SPD stellten mit der Nominierung von Tanja Machalet als Kandidatin für die nächste Landtagswahl die Weichen für die politische Arbeit im Wahlkreis 6 Montabaur. Gäste, Delegierte und politisch Interessierte konnten sich im Vorfeld der Abstimmung in Oberelbert ein eigenes Bild über die Arbeit der Landtagsabgeordnetenmachen. Die Westerwälderin wird bei ihrer Wiederwahl die Schwerpunkte weiterhin in den Bereichen Fachkräftesicherung, Arbeitsbedingungen für Frauen und junge Menschen, medizinische Versorgung und demografischer Wandel im ländlichen Raum setzen.

Nach der Präsentation des in Oberelbert geplanten Seniorenwohnprojektes durch Ortsbürgermeister Karl Jung nahm Hendrik Hering die bisherige Arbeit seiner Landtagskollegin genauer unter die Lupe. „Tanja Machalet verfügt über eine hervorragende Ausbildung und ausgezeichnete Kompetenzen, die sie für unsere Landespolitik so wertvoll machen. Als Kind einer Arbeiterfamilie weiß sie genau, was Sozialdemokratie bedeutet, und wie wichtig diese für unser aller Miteinander ist. Sie ist arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Medien und Netzpolitik, wobei es nicht üblich ist, dass den Abgeordneten in ihrer ersten Legislaturperiode gleich eine solche Verantwortung zugesprochen wird“, fasste Hering in seinem Vortrag zusammen.

In einer Talkrunde mit der Verdi-Bezirksvorsitzenden Marion Paul, der Unternehmerin und Sprecherin der Wirtschaftsjunioren Westerwald-Lahn, Katja Max-Floreth, sowie dem Leiter des Montabaurer Projektes Juwel, Holger Kern, die vom Journalisten und Lehrbeauftragten Joachim Türk moderiert wurde, blickte die Politikerin auf die vergangenen fünf Jahre als Abgeordnete zurück und wagte gleichzeitig einen Blick in die Zukunft.

„Sollte ich wiedergewählt werden, werde ich mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass jungen Menschen Perspektiven eröffnet werden und ihnen auch eine zweite oder dritte Chance gewährt wird. Keiner sollte in unserer Gesellschaft abgehängt werden“, so Machalet zu einem ihrer wichtigsten Anliegen.

Auf Türks Frage zur politischen Arbeit für ihre Heimatregion fielen der Landtagsabgeordneten gleich einige Baustellen ein, an denen sie auch nach der Wahl gerne weiterarbeiten würde: „Ich möchte die Fachkräftesicherung für unsere Region vorantreiben. Ein Thema, das mir hier besonders am Herzen liegt, sind die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen, denn mit jeder gut qualifizierten Frau, die vom Land wegzieht, zieht auch eine potenzielle Familie vom Land weg“, betonte sie.

Bei der Gestaltung des demografischen Wandels gehe es derzeit insbesondere um die Sicherung der medizinischen und pflegerischen Versorgung in unserer ländlichen Region. „Daran arbeiten wir bereits intensiv. Ich will mich weiterhin dafür einsetzen, dass gerade die Pflege eine größere Anerkennung erfährt, wozu ich natürlich auch die faire Bezahlung aller in der Pflege Tätigen zähle.“

Auch der Bewerber um die Ersatzkandidatur, Sebastian Stendebach, stellte sich den Fragen des Moderators. Seinen Weg zur SPD fand er schon früh während seiner Schulzeit. „Sollte es wirklich dazu kommen, dass ich als Abgeordneter in den Landtag ziehe, werde ich mich ganz klar der Arbeit für unsere Region verschreiben. Projekte wie der geplante Seniorenwohnpark hier Oberelbert, aber auch alle anderen Maßnahmen, die dem Zusammenleben dienen und den Westerwald ,bunter' machen, sollten vorangetrieben werden“, so Stendebach.

Beide wurden in der folgenden Abstimmung mit einer Zustimmung von 82 Prozent nominiert. Die zwei engagierten Sozialdemokraten freuen sich, gemeinsam in den Wahlkampf für die Landtagswahl 2016 zu ziehen.

 

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