Folgenutzung der Kaserne in Westerburg auf gutem Weg

Veröffentlicht am 07.03.2017 in Pressemitteilung

Im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung des Konversionsberichts der Landesregierung hat sich der örtliche Landtagsabgeordnete und Landtagspräsident Hendrik Hering gemeinsam mit dem Vorstand der SPD-Westerburger Land und Mitgliedern der SPD-Stadtratsfraktion von Vorstand Peter Adrian der TRIWO AG Trier, die die Wäller Kaserne zum Wäller Park entwickelt, den aktuellen Stand des Konversionsprojekts erläutern lassen. Nach der Standortaufgabe und mehreren Ausschreibungen übernahm, nachdem sich Hendrik Hering in seiner damaligen Funktion als Wirtschaftsminister persönlich eingeschaltet hatte, 2011 mit der TRIWO AG eine private Investitionsgesellschaft die weitere Entwicklung. Bei einem gemeinsamen Rundgang über das ehemalige Kasernengelände schilderte Herr Adrian die Belegung der Gebäude und zeigte die noch nicht vermarkteten Flächen auf. Durch den Abriss der ehemaligen Wohnblocks ist in diesem Bereich jetzt die Vermarktung von attraktivem Bauland in Stadtnähe für günstiges Geld möglich. Darüber hinaus haben sich viele Firmen auf dem Gelände niedergelassen und halten 120 Arbeitsplätze vor. Die Umnutzung der knapp 40 Hektar großen Kasernenfläche ist stark vorangeschritten.

„Wir können festhalten, dass die Vermarktung der Wäller Kaserne auf einem guten Weg ist“, zeigt sich Hendrik Hering mit dem aktuellen Stand zufrieden. „Mit der Schaffung von günstigem Bauland in unmittelbarer Nähe zur Stadt kann auch der letzte Abschnitt des Geländes sinnvoll vermarktet und ungenutzt werden“, ergänzt Adrian von der TRIWO AG Herings Ausführung. „Leider wurde die Kaserne rund vier Jahre unbewacht sich selber überlassen und es entstanden durch Vandalismus schwer bis irreparable Schäden an und in einigen Gebäuden, daher bin ich froh, dass mit Hilfe der Investitionsgesellschaft aus Trier das Konversionsprojekt bald zu einem guten Abschluss kommen kann“, so Hering abschließend.

Der Konversionsbericht vermerkt dazu:

Nach der Schließung zum 31.Dezember 2007 entfielen etwa 670 Dienstposten des Panzerbataillons 154.  Die wirtschaftlichen Folgen des Abzugs waren insbesondere für den örtlichen Einzelhandel und das regionale Handwerk schmerzlich. Die vorliegende Bauleitplanung und das Standortkonzept der Stadt Westerburg und des Liegenschaftsentwicklers sehen im heutigen „Wäller-Park“ verschiedenartige Nutzungen aus den Bereichen Gewerbegebiet, Industriegebiet, Mischgebiet, allgemeines Wohngebiet sowie Sondergebiet vor und vereinen somit die Schwerpunkte Arbeiten, Bildung und Wohnen. Lokale und überregionale Unternehmen haben sich zwischenzeitlich angesiedelt. Im Wesentlichen sind die Branchen industrielle Fertigung, Handwerk, Dienstleistung und Logistik sowie der städtische Bauhof vertreten.

Um die positiven Tendenzen des landesweit bedeutsamen Konversionsprojekts als regionaler Impulsgeber voranzutreiben und so eine nachhaltige Nutzung des Areals nach Aufgabe der militärischen Nutzung sicherstellen zu können, sind verschiedene Ordnungsmaßnahmen wie der Rückbau von Gebäuden erforderlich. Hier regelt der Rahmenvertrag Konversion zwischen der Stadt Westerburg, dem Land Rheinland-Pfalz sowie dem Investor Näheres. Das Land ist hier im Hinblick auf verschiedene Rahmenbedingungen mit dem Ziel einer wirtschaftlichen und beschleunigten Konversion mit einem neu strukturierten Förderinstrument am Entwicklungsprozess beteiligt.

Der frühere Standortübungsplatz wurde im Januar 2011 von der Bundeswehr an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben.

Auf einer Teilfläche von circa 20 Hektar wurden hier im April 2012 die Energieparks Halbs und Hergenroth eingerichtet. Es entstand bei einer Investitionssumme von rund 15 Millionen Euro einer der größten Solarparks in Rheinland-Pfalz. Teilflächen von 172 Hektar werden als Nationale Naturerbeflächen zur Durchführung von Naturschutzprojekten vom Bund an die NABU-Stiftung übertragen

 

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