Schulentwicklung: SPD fordert IGS für Selters und integrative Realschule-Plus für Bad Marienberg

Veröffentlicht am 26.11.2008 in Kommunales

Das vom Kreis vorgelegte Gutachten zur Schulentwicklung stößt in der SPD und der Kreistagsfraktion auf massive Kritik. Nach Beratungen im Rahmen einer Klausurtagung sagte der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Heene, ohne zahlreiche Nachbesserungen – vor allem bei den Forderungen nach einer IGS für die Verbandsgemeinde Selters und einer integrativen Realschule-Plus für Bad Marienberg – werde die SPD das Konzept nicht unterstützen. „Wir nehmen zur Kenntnis, dass der Kreis nun auf Druck durch die Landespolitik ein Perspektivkonzept für die Schulen im Westerwald vorgelegt hat“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Tanja Machalet.

„Die bildungspolitische Grundausrichtung ist allerdings alles andere als fortschrittlich.“ Anstatt auf mehr Möglichkeiten zum längeren gemeinsamen Lernen zu setzen und die Wünsche der Verbandsgemeinden dazu zu unterstützen, werde weiter auf möglichst frühe Trennung gesetzt. Vor dem Hintergrund der neuesten PISA-Ergebnisse sei dies kaum nachvollziehbar. „Wenn in einem solchen Gutachten davon geredete wird, dass den Eltern ihr Wunsch, ihr Kind auf ein allgemeinbildendes Gymnasium zu schicken, schon in der Grundschule ausgeredet werden soll, zeugt das von einem Elitedenken, das seinesgleichen sucht,“ kommentiert Machalet die Ausführungen zum Mons-Tabor-Gymnasium. „Die SPD-Fraktion wird in der kommenden Kreistagssitzung hierzu Änderungsanträge einbringen“, kündigte Heene an.

 

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