Aus der "Westerwälder Zeitung": Dieter Kaiser seit 60 Jahren für SPD aktiv

Veröffentlicht am 24.02.2015 in Aktuell

Ehrungen: Heiko Habich und Hans-Jürgen Krämer sind seit Jahrzehnten der Sozialdemokratie treu
Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

 Es sind nur drei Männer, aber zusammengerechnet haben sie schon 125 Jahre Sozialdemokratie auf dem Buckel: Dieter Kaiser aus Westerburg, Hans-Jürgen Krämer aus Ailertchen und Heiko Habich aus Willmenrod. Beim Herings essen der Westerburger SPD ehrten sie Kreisvorsitzender Hendrik Hering und Ortsvereinschef Harald Ulrich für jahrzehntelanges Engagement in und für die Partei.

Ein Urgestein der Westerwälder SPD, aber auch des ganzen Westerburger Landes, ist Dieter Kaiser (78). Er ist der Sozialdemokratie schon seit 60 Jahren treu und fand über den früher sehr bekannten SPD-Abgeordneten Helmut Fink in die Partei. „Außerdem waren wir eine richtige rote Zelle“, lacht er, „Vater, Brüder, Cousins und praktisch die ganze Verwandtschaft – alle waren begeisterte Sozialdemokraten.“ Kommunalpolitisch hat er sich aber erst in späteren Lebensjahren engagiert. „Früher ging die Familie einfach vor“, macht er deutlich. Heute ist er weder aus dem politischen Leben noch dem der vielfältigen Vereine in Westerburg mehr wegzudenken. Auch als Stadtführer hat er sich einen Namen gemacht.

Über sein Interesse für die politischen Situationen und die Aktion „Wir wählen Willy“ in der Brandt-Ära und als erklärter Gegner von Franz-Josef Strauß (CSU) und den „ganzen kuriosen damaligen CDUlern“ kam Hans-Jürgen Krämer (67) in seiner Heimatstadt Essen zur Sozialdemokratie. „Für viele heute selbstverständliche Errungenschaften wie Lohnfortzahlung oder Kindergeld hat doch die SPD mit ihrer schon sehr langen Parteitradition gesorgt.“ Er hält jetzt seit 40 Jahren seiner Partei die Treue (auch in seiner Wahlheimat, dem Westerwald, in Ailertchen), war aber nicht immer mit allem einverstanden. „Besonders kritisch: die Zeit von Gerhard Schröder.“


Ebenfalls über die Familie kam Heiko Habich (45) aus Willmenrod vor einem Vierteljahrhundert zur SPD. „Vater und Mutter waren Sozialdemokraten, der Rest allerdings nicht“, erinnert er sich. „Der eigentliche Anstoß zum Beitritt kam über meinen Klassenlehrer Edmund Theis, als Helmut Schmidt abgewählt wurde.“ Zur aktiven kommunalpolitischen Gremienarbeit ist Habich erst im vergangenen Jahr gekommen. Ehrenamtlich ist er schon länger für den Sportverein im Einsatz. Er hat sich auch schon ab und zu über Parteigenossen geärgert. „Aber die SPD bleibt meine politische Heimat.“

 

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