Betreuungsstatistik: Westerwald verliert den Anschluss

Veröffentlicht am 09.10.2008 in Pressemitteilung

SPD sieht Eltern, Kinder und Einrichtungen als Verlierer der Kreispolitik

„Nun hat uns sogar die Vulkaneifel überholt. Das ist eine Blamage für den Kreis.“ Mit diesen deutlichen Worten kommentiert die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Dr. Tanja Machalet die neuesten Daten des Statistischen Landesamtes zur Betreuungssituation bei den Unter 3-Jährigen. Demnach lag die Betreuungsquote – der Anteil der Kinder in Kindertageseinrichtungen und geförderter Kindertagespflege bezogen auf alle Kinder dieser Altersgruppe – in Rheinland-Pfalz zum 15. März 2008 bei durchschnittlich 13,8%, im Westerwald allerdings nur bei 9,2%. Damit landet der Kreis im Vergleich aller 24 Landkreise auf dem vorletzten Platz.

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass das Angebot an Betreuungsplätzen zwar leicht ausgebaut wurde, das geht uns allerdings mit Blick auf die Kinder und die Familien nicht weit genug. Aus zahlreichen Gesprächen wissen wir aber, dass Angebot und Bedarf – vor allem an Ganztagsplätzen – immer noch weit auseinanderklaffen“, so Machalet. Die bereits im letzten Jahr im Rahmen einer Konferenz mit Ministerin Ahnen geäußerte Kritik an der Kreispraxis habe also nur bedingt gefruchtet. Von Planbarkeit und Wahlfreiheit für die Eltern könne weiterhin keine Rede sein. Auch in den Einrichtungen sei von Zufriedenheit wenig zu spüren.

In den anstehenden Verhandlungen zur Kindertagesstättenbedarfsplanung will die SPD sich entsprechend im Sinne der Kinder und Familien einsetzen und sich nicht mehr ausschließlich auf die Berechnungen des Kreises verlassen. „Uns geht es darum, den latenten Bedarf aufzuzeigen und deutlich zu machen, dass die Uhren im Westerwald nicht mehr langsamer gehen als anderswo“, stellt die SPD-Frau klar. Das rheinland-pfälzische Kindertagesstättengesetz biete eine Reihe von Möglichkeiten, die allerdings im Westerwald nur in engen Grenzen genutzt würden. Das Beispiel anderer Kreise zeige, dass es sich hier nicht um fehlendes Geld, sondern schlicht um fehlenden politischen Wille handele. „Wir wollen nicht, dass Eltern, ihre Kinder und die Einrichtungen im Westerwald weiter vom Fortschritt abgehängt werden. Die SPD im Kreis lädt deshalb alle Betroffenen ein, ihren Bedarf und ihre Probleme mitzuteilen, wir nehmen diese Informationen dann mit in die Sitzungen der Kreisgremien“, so Machalet abschließend.
Kontakt und weitere Informationen unter www.spd-westerwald.de oder Nachricht direkt per Email an tanja.machalet@spd-westerwald.de, oder per Post ans SPD-Bürgerbüro, Dr. Luschberger-Str. 12, 56422 Wirges.

 

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