Ist Altersarmut weiblich?

Veröffentlicht am 23.11.2012 in Veranstaltungen

Unter dem Motto „Weiblich - ja, alt - nein, arm - bald !?“ trafen sich 22 Frauen aus Ost-und Westdeutschland zum Wochenendseminar in der Jugendherberge Montabaur zum gemeinsamen Austausch „Frauenleben in Ost und West.“

Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Westerwald in Kooperation mit dem Landesverband der ASF Rheinland-Pfalz. Zur Seminargestaltung und –durchführung zum Thema Altersarmut konnten zwei hervorragende Referentinnen aus dem Osten gewonnen werden, Dr. Martina Trümper und Franka Leverenz.

Im Fokus des Seminars stand das Wissen, die Diskussion und der konstruktive Austausch über Zusammenhänge von Alterssicherung und Lebensplangestaltung von Frauen in Bezug auf Altersarmut, gemessen am eigenen individuell erarbeiteten und im Plenum präsentierten Zeitstrahl mit Stationen der eigenen Familien - und Berufsbiographie, unter Beachtung und Erkenntnis von Polaritäten bei unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Lebensgestaltungen.

Dieser Zeitstrahl mit Spuren eigener Lebenserfahrung zog sich kontinuierlich wie ein roter Faden in Einzel-und Gruppenarbeiten mit Informationen und Diskussionen über diverse aber auch identische Altersvorsorgemaßnahmen der Frauen durch das drei Tage Seminar, unterbrochen und ergänzt durch Yoga, gute Verpflegung der Herberge und einem nonstop kurzfristig super organisiertem Ausflug zur Festung Ehrenbreitstein mit Gondeltrip zum Deutschen Eck bei Überraschungs-Sektempfang.

Fazit: Altersarmut von Frauen hat sich zu einem gesellschaftspolitischen Problem entwickelt. Altersvorsorge ist ein generationsübergreifendes Thema, das bei Erhaltung des herkömmlichen Rentensystems (Generationsvertrag) und der aktuellen demografischen Entwicklung höchster Priorität bedarf.

Mögliche Ansätze und Ideen zur Prävention wurden abschließend in einem Erfahrungsbericht der DGB Regionsvorsitzenden Koblenz Gabi Weber mit aktuellen Tendenzen zur Entwicklung von Frauenarmut vielseitig diskutiert und fanden ihre These: Frauen sind am härtesten von Altersarmut getroffen.

Konsens bestand bei allen Beteiligten: Der Gesetzgeber ist hier gefordert um eine solide finanzielle Basis zur Erhaltung würdevoller Lebensgestaltung im Alter sicherzustellen, und die gleiche besonders für die Frauen, aufgrund ihrer Biografie mit Erwerbseinbrüchen, zu garantieren. Er muss die Rahmenbedingungen legitimieren im Sinne der Frauen für eine zukünftig existenziell tragfähige Gesellschaft, damit diese langfristig und dauerhaft generationsübergreifend von Jung bis Alt aktiv agieren kann. Nur so kann Altersarmut wirksam präventiv entgegengewirkt werden.

Die Präsentation der Summe der Lebensbiographien der Frauen aus Ost + West im er- (durch-) lebten Seminar brachte den gewünschten Synergieeffekt:

Weiblich - ja, alt - nein, arm – NIE!!!

 

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