Mindestlohn und Änderungen bei Leiharbeit gefordert

Veröffentlicht am 03.11.2008 in Pressemitteilung

SPD diskutierte mit Arbeitnehmervertretern

Zu "runden Tischen" hatte die SPD Westerwald die Arbeitnehmervertreter aus den Unternehmen in der Region eingeladen. Ziel war es sich über die derzeitige Situation in den Betrieben, aber auch über die Politik der letzten Jahre auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu erarbeiten. So wurde von den Betriebsräten deutliche Kritik an der Politik geübt, insbesondere an "Auswüchsen" bei der Leiharbeit und der Rentenreform. Einige Teilnehmer berichteten in diesem Zusammenhang von den unzumutbar niedrigen Löhnen, welche teilweise an Leiharbeiter bezahlt würden - die dadurch dann aber vermehrt die Stammbelegschaft ersetzten, um Personalkosten zu sparen.

Zustimmung fand die Forderung des stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Björn Walden, nach einem allgemeinen Mindestlohn und einer teilweisen Angleichung der Löhne der Leiharbeiter an die der Stammbelegschaft des jeweiligen Unternehmens.
"Sinn der Leiharbeit soll sein, bei konjunkturellen Spitzen kurzfristig reagieren zu können und nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer Personalkosten einzusparen" so Walden. "Wenn man sieht, dass ein Werkzeug, welches zusätzliche Arbeitsplätze schaffen sollte, dazu führt, dass hochwertige Arbeitsplätze gestrichen werden und dieses Instrument zu Einsparungszwecken ausgenutzt wird, müssen wir als Politik aktiv werden und gegensteuern."
Die Teilnehmer zogen zum Schluss der Veranstaltung ein positives Fazit und vereinbarten, sich in Zukunft regelmäßig auszutauschen. Die Vertreter der SPD betonten zudem, dass man die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern intensivieren wolle, um die Interessen der Arbeitnehmer auch in Zukunft gut vertreten zu können. Bei konkreten Problemen oder Fragen steht man Betriebsräten und Arbeitnehmern gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Kontakt: info@bjoern-walden.de

 

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