SPD fordert die Verwaltung auf, Landesgesetz in die Tat umzusetzen

Veröffentlicht am 30.04.2008 in Fraktion

Netzwerk soll Kinder schützen

Die SPD-Kreistagsfraktion hat die Kreisverwaltung aufgefordert, ein seit März geltendes Landesgesetz zum Schutz des Kindeswohls umzusetzen und im Westerwaldkreis die Entwicklung lokaler Netzwerke zu initiieren. Das Gesetz zielt nach Darstellung der Sozialdemokraten darauf ab, alle beteiligten Institutionen, Einrichtungen und Berufsgruppen zu verknüpfen, die sich besonders um die Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern kümmern. Damit sollen verbindliche und zuverlässige Strukturen geschaffen werden, die ein gesundes Aufwachsen der Kinder ermöglichen. Es gehe darum, Eltern im Einzelfall passgenaue Unterstützung und Hilfe anbieten zu können.

Das Gesetz schreibt ebenfalls vor, Eltern von Säuglingen und Kleinkindern rechtzeitig zu den Früherkennungsuntersuchungen einzuladen. Nutzen die Eltern dieses Angebot nicht, ist das Gesundheitsamt einzuschalten, das die Eltern berät und gegebenenfalls auch prüft, ob es Hinweise auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung gibt.

Die SPD fordert von der Verwaltung, bis Ende Juli ein Konzept vorzulegen. Dieses sollte unter anderem einen Überblick über bestehende Angebote des Jugend- sowie des Gesundheitsamtes beinhalten. Darüber hinaus soll der Kreis darstellen, welche Institutionen, Einrichtungen, Verbände und Personen an dem lokalen Netzwerk mitwirken sollen. Sinnvoll wäre laut SPD auch eine Einschätzung, ob es im Kreis Stadtteile oder Regionen gibt, in denen Menschen unter besonders schwierigen sozialen Bedingungen leben und ob dort gegebenenfalls ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht. Außerdem soll eine Strategie entwickelt werden, wie man gerade die Menschen erreicht, die durch besonders große Risiken zusätzlich belastet sind und die Schwierigkeiten haben, die ihnen angebotenen Hilfen zu nutzen.

 

News Ticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info