SPD unterstreicht Bedeutung des Handwerks für die Region

Veröffentlicht am 02.09.2008 in Fraktion

Westerwälder Zeitung, 2.9.2008
Problem: Anforderungen an Unternehmensführungen wachsen

"Das Handwerk im Westerwald ist die treibende Kraft für die wirtschaftliche Entwicklung im Westerwald. Wir müssen dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden." Zu dieser Einschätzung kommt Hans-Jürgen Heene, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, als Fazit eines Besuchs der Kreishandwerkerschaft in Montabaur.

Bei dem Besuch stellte Hauptgeschäftsführer Erwin Haubrich zunächst die Aufgaben und die Zusammensetzung der Kreishandwerkerschaft vor. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig und anspruchsvoll deren Arbeit ist: Betreuung von Ausbildung und Auszubildenden, Beratung von Betrieben und auch die Unterstützung bei Problemen gehören dazu. Als eines der Hauptprobleme wurden die immer komplexer werdenden Anforderungen an die Unternehmensführung genannt. Viele Betriebsinhaber seien inzwischen überfordert. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden.

Heene versicherte, sich bei Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) für umfassendere Beratungsmöglichkeiten einzusetzen. Allerdings müssten hier auch die Kammern verstärkt mit ins Boot geholt werden. Zudem müssten auch die öffentlichen Kreditinstitute intensiver auf die Bedürfnisse und Probleme von Handwerksbetrieben eingehen. "Wir begrüßen die Initiative der Kreishandwerkerschaft, sich für eine bessere Beratung gemeinsam mit Handwerk und Geldinstituten einzusetzen", sagt die stellvertretende Kreisvorsitzende Tanja Machalet. Besonderes Lob verdienen nach Ansicht der Sozialdemokraten die enormen Anstrengungen im Bereich der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung. "Hier wird deutlich, welch große gesellschaftliche Verantwortung die Handwerksbetriebe wahrnehmen", so Heene. Bis zum 30. Juni 2008 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 8,3 Prozent höher als im Vorjahr.

Geteilt wurde die Auffassung der Kreishandwerkerschaft, dass verbesserte Fortbildungsmöglichkeiten die Attraktivität von Handwerksberufen erhöhen. "Durchlässigkeit im Bildungssystem und ein leichterer Zugang zur Hochschule sind gerade unter den Bedingungen des demografischen Wandels unerlässlich", betonte Machalet. Mit der geplanten Verbesserung von Zugängen sei man in Rheinland-Pfalz auf dem richtigen Weg.

 

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